Globetrotter

The „Traveler“, TA 1 (Globetrotter Serie)

History zur „Traveler“, Akkustikversion:

Da ich viel in den warmen Monaten auf Musikfestivals unterwegs bin und auch schon einige mal an div. Orten war, wo eine Gitarre zum sinnvollen Zeitnutzen bezüglich komponieren, Jamen, Straßenmusik, oder nur zum chillen gefehlt hat, kam mir die Idee ein handliches kleines Instrument zu bauen. Zwar hab` ich schon einige kleine Saiteninstrumente gebaut, meistens eigene Erfindungen mit 8 Saiten (die „Geierleier“, das „Elchpaddel“etc.) aber noch keine Gitarre im herkömmlichen Sinne.


56. Elek. Reisegitarre, „Traveler“, limited Edition, Ahorn/ Linde

Lange meinte ich das Rad nicht neu erfinden zu müßen, wozu gibt es denn die Martin „Back-packer“, oder die handliche Kleine von Traveller Guitar U.S.A.??
Nur ist die Martin, für mich zu spiddelig, die von Trav. Guitar eher „Kosten-intensiv“ und die Suppe meistens zu heiß!
Also dachte ich: „Dann bauen wir mal Eine. Erstmal muß der Kopf weg, zuviel dran was abbrechen kann, außerdem zu lang, das Ganze!!“ Aber da der Korpus nicht zu groß sein darf, aus Platzgründen, will mann trotzdem auch mal lauter spielen. „Na, dann halt `nen Piezo rein!!“ dachte sich der Elch, damit war das Problem erledigt. Wie ich jetzt das Marshall Rack mit der 4x12er Box transportieren soll, weiß ich aber noch nicht!!! (nobody`s perfect!)
Jetzt das Design.
Da mußte erstmal ein E-Gitarrenkorpus wegen der Proportionen herhalten. Und wenn schon Traveler muß noch ein Griff zum wegschmei...., äh, wegtragen dran!! Der Rest war eine gute Zusammenarbeit zwischen einem Bleistift & Frühstücksflocken-Packung (wie gehabt!), einer Bandsäge, Flex, Exenter-, Band-, & Walzenschleifer, Sperrholz, einer guten Portion Sonne, Chillout-Musik und Inspiration....und dann war der Prototyp eigentlich schon fertig.
Ach ja, die Mechaniken bei der Traveler acoustic TA 1 sind von der Idee her auch von `ner Headless E-Gitarre adoptiert. Nun aber das Trickreiche: In einem Gespräch mit Jörg (Dem Scheff von Bell & Head, also der „Head“) fiel, glaube ich, von Ihm die Frage, ob man das Ding nicht zerlegen kann. „Na klar“, sagte ich. „Am schnellsten mit `ner Kettensäge, am unkompliziertesten, in dem du den Hals abschraubst.......“ Na, und etwas später setzte dann meine Idee mit der, mittlerweile durch uns patentierten „Zentralschraube“ ein. (Also nicht nachbau`n, ihr Schlingel da draußen!!!)
Inspiriert wurde ich durch folgende Begebenheit:
Im Jahr zuvor baute ich für einen Freund, der 7 Monate im Jahr in Indien lebt,einen Traveler Bass. Und der schraubte den Hals ab, um das Gerät in den Rucksack zu bekommen, als Handgepäck für den Flieger nach Indien. Als ich ihn und den Bass das nächstemal sah, war er gerade dabei, den wieder zusammen zu schrauben. „Das wird aber irgendwann mal die Schrauben und die Löcher im Hals ruinieren!!“, dachte ich.
Und nachdem Jörg nun mit seiner Frage ankam, sackte die Erkenntnis des Problems richtig durch. Folglich wurde eine Grundplatte in den Hals eingesetzt, die sich da mit 4 Schrauben festhält, was das Zeug hält. Außerdem hat der Hals zur Arettierung einen Führungsbolzen, um sauber in die Aussparrung vom Korpus zu sitzen, oder liegen, je nach Tageszeit & Müdigkeitszustand.
Von unten, durch den Korpus wird nun eine Zentralschraube geschmißen, die in die Platte greift und den Hals befestigt, oder löst, abhängig von der Drehrichtung!!
Damit es keine übelen Verletzung von Bauchdecke, T-shirt, Bikini oder sonstigem gibt, wurde die Schraube versenkt und mit einem klappbaren Flügel versehen. Ähnlich wie bei alten Aufziehweckern, nur größer und mit Himbeergeschmack.
Und so kann nun jeder Gitarrist, der es für nötig hält seinen „Eierschneider“ dabei haben, egal ob im Jet, auf Ibiza, bei der Mittagspause, am Lagerfeuer, auf dem Motorradtreffen oder der Audienz beim Pabst!!!
Alles weitere wäre Zeitverschwendung, es sei den es möchte jemand mehr wissen. Dann fragt einfach. Nur `ne Iieehh - Mehl in meine Mehlbox und der Bäcker ist zufrieden. Aber jetzt noch...............

Zu den technischen Details:

Specifications:

  • Ahornhals mit Palisander Griffbrett, 24 Bünde.

  • Patentierter Zentralverschluß des Halses. (ab Serie 2)

  • Ausziehbare Spezialmechaniken

  • Aktives Piezo-Tonabnehmersystem mit Volume/tone-Regler

  • Tragegriff

(....und noch so´n paar Sachen)

Wer alledings was Lauteres für den Unplugged-Bereich sucht, dem möchte ich meine Geierleier-Traveler-Gitarre ans Herz & Nieren legen. Sehr limitiert, sehr außergewöhnlich & sehr lecker.....................